Pressemitteilung
24. Oktober 2024
Weizenschauversuch auf dem Campus Klein-Altendorf ausgesät
Die Zeitreise Weizenzüchtung beginnt
Am Campus Klein-Altendorf in Meckenheim, dem pflanzenbaulichen Versuchsgut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, fällt mit der Aussaat von 19 verschiedenen Weizensorten aus 140 Jahren Pflanzenzüchtung der Startschuss für ein Projekt in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) und dem Getreidefonds Z-Saatgut e. V. (GFZS).
Weizenschauversuch zeigt Züchtungsfortschritt
Während die älteste Weizensorte des Versuchs aus dem Jahr 1888 stammt, ist die neueste erst wenige Jahre alt. „Eindrucksvoll zeigt der Schauversuch am Beispiel Weizen, wie sich Pflanzenzüchtung immer wieder auf neue Anforderungen eingestellt hat“, betont Dr. Dennis
Hehnen, BDP-Referent für Getreide und GFZS-Geschäftsführer. „Heute können Landwirte und Landwirtinnen aus mehr als 200 verschiedenen Weizensorten wählen – ganz individuell an die klimatischen Besonderheiten ihrer Anbauregion und die Verarbeitungsschwerpunkte angepasst.
Eine erstaunliche Vielfalt, wenn man überlegt, dass die Entwicklung nur einer neuen Sorte bis zu 15 Jahre dauert“, ergänzt Dr. Hehnen. Veränderte klimatische Bedingungen und komplexere Anforderungen an Ertrag, Qualität, Krankheitsresistenzen und Verarbeitungseigenschaften stellen die Pflanzenzüchterinnen und -züchter stetig vor neue Herausforderungen.
Forschung an Weizen im Fokus
Weizen ist mit 2.626.200 Hektar Anbaufläche die bedeutendste Kulturart auf deutschen Äckern. „Am Campus Klein-Altendorf wird unter anderem an Weizen geforscht, der durch ein vorteilhaftes Wurzelwachstum eine verbesserte Nährstoffaufnahme zeigt“, erklärt Prof. Dr. Ralf Pude, wissenschaftlicher Leiter des Campus Klein-Altendorf und Professor für nachwachsende Rohstoffe an der Universität Bonn. „Eigenschaften historischer Sorten, wie wir sie im Weizenschauversuch sehen, können bei der Züchtung verbesserter Kulturpflanzen ein wichtiger Baustein sein, um neue Sorten an veränderte klimatische Verhältnisse anzupassen“, spannt Prof. Dr. Pude den Bogen zwischen historischen Erfolgen der Pflanzenzüchtung und aktueller Forschungsarbeit.
Von Aussaat bis Ernte
BDP und GFZS werden das Projekt bis zur Ernte im Sommer 2025 medial und mit verschiedenen Veranstaltungen begleiten. Interessierte sind eingeladen, sich bei allen beteiligten Institutionen über den Weizenschauversuch zu informieren und vor Ort die Fortschritte der Weizenpflanzen
zu beobachten. Unter #ZeitreiseWeizenzüchtung werden regelmäßig Updates zum Projekt veröffentlicht.
Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP)
Der BDP bündelt die Interessen seiner Mitglieder aus den Züchtungsbereichen Landwirtschaft, Gemüse, Zierpflanzen und Reben sowie dem Saatenhandel. Rund 130 Unternehmen sind auf dem Gebiet der Züchtung und dem Vertrieb landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Kulturarten tätig. Davon betreiben 58 eigene Zuchtprogramme. Die einzelnen Firmen arbeiten in der Regel an mehreren Fruchtarten. Der BDP setzt sich auf nationaler und europäischer Ebene für eine optimale Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für die Züchtung und die Saatgutwirtschaft sowie für die Organisation der Pflanzenforschung, für die Förderung neuer Technologien und die Weiterentwicklung des Sorten- und Saatgutwesens ein.
Kontakt:
Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP)
Elisa Lausus
Referentin Kommunikation
Kaufmannstraße 71-73, 53115 Bonn
Tel.: 0228 98581-286
E-Mail: elisa.lausus@bdp-online.de
www.bdp-online.de; www.diepflanzenzuechter.de
Getreidefonds Z-Saatgut e. V. (GFZS)
Der Getreidefonds Z-Saatgut e. V. (GFZS) ist eine Initiative der in Deutschland aktiven Getreidezüchter in Zusammenarbeit mit der Saatgutbranche. Ziel des GFZS ist die Qualitätssicherung und -förderung von zertifiziertem Getreidesaatgut sowie die Steigerung des Saatgutwechsels. Zudem informiert der GFZS Landwirte, Handel, Beratung und Interessierte zu den vielfältigen Vorzügen von Z-Saatgut.
Kontakt:
Getreidefonds Z-Saatgut e. V.
Jennifer Nickel (M.Sc.agr.)
Referentin Kommunikation
Kaufmannstraße 71–73, 53115 Bonn
Telefon: +49 228 98581-287
E-Mail: jennifer.nickel@z-saatgut.de
www.z-saatgut.de