Presseinformation
16. Juni 2026
Beste Z-Saatgut-Aufbereiter ausgezeichnet
Spitzenleistungen in der Saatgutaufbereitung auf den DLG-Feldtagen 2026 gewürdigt
Der Getreidefonds Z-Saatgut e. V. (GFZS) hat zum Auftakt der DLG-Feldtage in Sachsen-Anhalt die bundesweit besten Saatgutaufbereiter des Jahres 2025 ausgezeichnet. Im Fokus der Prämierung stehen Betriebe, die durch überdurchschnittliche Saatgutqualität und fachliche Präzision bei der
Erzeugung von zertifiziertem Saatgut (Z-Saatgut) überzeugen. Die Preisträger Benedikt Endres, Marco Schwedes und die Strube D&S GmbH in Schlanstedt stehen exemplarisch für eine Branche, die trotz regulatorischer Herausforderungen in modernste Technik und Qualitätssicherung
investiert, um die Ertragsfähigkeit der Landwirtschaft langfristig zu sichern.
Benedikt Endres schafft das Triple: Kontinuität auf Spitzenniveau
Benedikt Endres aus dem unterfränkischen Bütthard wird bereits zum dritten Mal in Folge als bester ökologischer Z-Saatgut-Aufbereiter ausgezeichnet. Damit bestätigt er eindrucksvoll die konstant hohe Qualität seiner Arbeit. „Wir sind voller Stolz auf die Leistung zur Produktion von
bestmöglichen Saatgutqualitäten“, sagt Endres. Die Auszeichnung sei für ihn zugleich Bestätigung und Ansporn: „Für mich als Betriebsleiter ist das der Beweis, dass sich die Investition in qualifizierte Mitarbeiter und hochwertige Technik vor allem langfristig auszahlt.“
Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, hat der Betrieb in den vergangenen Jahren gezielt in neue Annahme-, Lager- und Reinigungskapazitäten investiert. Eine vollautomatische Absackanlage sorgt heute für ein optimales Packbild und hohe Flexibilität. Auch die eigenen
Qualitätsansprüche haben sich weiterentwickelt: „Wir möchten Saatgut in Spitzenqualität ausliefern. Der Landwirt soll bei der Drillmaschinenbefüllung die bestmögliche Kornqualität wahrnehmen können.“ Dass ihn auch wiederholte Auszeichnungen nicht zur Ruhe kommen lassen, zeigt sein Blick nach vorn: „Die Wand, an der unsere Auszeichnungen platziert werden, sieht noch immer recht leer aus.“
Bester ökologischer Aufbereiter V. l. n. r. Franz Beutl, Benedikt Endres, Dr. Jürgen Peukert
Marco Schwedes: Qualität beginnt auf dem Feld
Marco Schwedes aus Helmsheim wird als bester konventioneller Z-Saatgut-Aufbereiter 2025 ausgezeichnet. Bereits 2021 wurde er für seine Leistungen prämiert und erhält nun erneut diese Anerkennung. Der Familienbetrieb ist seit über 40 Jahren in der Saatgutvermehrung
und -aufbereitung tätig. Entsprechend klar ist der Qualitätsanspruch: „Absolute Einhaltung der Qualitätsanforderungen sowie durchgängige Sauberkeit in allen Prozessschritten sind entscheidend, um Verunreinigungen und Sortenvermischungen auszuschließen“, betont Schwedes.
Die Grundlage für hochwertiges Saatgut sieht Schwedes bereits auf dem Feld: „Fehler beim Drusch lassen sich später kaum korrigieren. Deshalb fahre ich den Drescher selbst und überwache auch die Aufbereitung persönlich.“ Ergänzend wurden in den vergangenen Jahren Abläufe optimiert und gezielt in Technik investiert, etwa in eine Staubabsaugung im Beizprozess. Mit Blick auf zukünftige Entwicklungen nennt Schwedes auch die regulatorischen
Rahmenbedingungen – insbesondere im Bereich der Beizmittel – als wichtige Herausforderung für die Branche. Sein Erfolgsrezept bleibt jedoch klar: konsequente Qualitätsorientierung in allen Produktionsschritten, kombiniert mit langjähriger Erfahrung.
Bester konventioneller Aufbereiter, v.l.n.r. Franz Beutl, Marco Schwedes, Dr. Jürgen Peukert
Strube/RAGT: Erfahrung und Weiterentwicklung im Zusammenspiel
Als bester Aufbereiter im Gastgeberbundesland der DLG-Feldtage wird die Strube D&S GmbH (künftig RAGT Saaten Deutschland GmbH), am Standort Schlanstedt (Landkreis Harz) ausgezeichnet. Der traditionsreiche Betrieb, der seit 2025 zur RAGT Gruppe gehört, ist seit Ende des 19. Jahrhunderts in der Saatgutproduktion tätig und verbindet langjährige Erfahrung mit moderner Technik.
Andreas Lindemann, Lagerleiter und seit 1998 im Unternehmen tätig, ist sich sicher: „Nur wenn Rohware, Aufbereitungstechnik und Know-how der Mitarbeiter gut ineinandergreifen, kann auch gute Qualität entstehen.“ Ein besonderer Fokus liegt auf einer engen Zusammenarbeit mit den
Vermehrern sowie auf klar strukturierten Prozessen – von der Fruchtfolge bis zur technischen Aufbereitung mittels Farbsortierern. Als entscheidenden Erfolgsfaktor hebt das Unternehmen vor allem die personelle Stabilität hervor. „Eine Kontinuität bei den Mitarbeitern sowie ein regelmäßiger fachlicher Austausch sind entscheidend“, betont Fachbereichsleiterin Johanna Hebestreit.
Bester Aufbereiter aus Sachen-Anhalt V. l. n. r. Franz Beutl,
Johanna Hebestreit und Andreas Lindemann (Strube D & S GmbH), Dr. Jürgen Peukert
Verlässliche Qualität als gemeinsamer Anspruch
„Hohe Saatgutqualitäten entstehen nicht zufällig, sondern sind das Ergebnis aus Erfahrung, Sorgfalt und einem konsequenten Qualitätsverständnis“, erläutert Dr. Dennis Hehnen, Geschäftsführer des GFZS. Grundlage der Prämierung sind umfassende Auswertungen, bei denen neben aktuellen Probenwerten auch Fünfjahresdurchschnitte in die Bewertung einfließen. Dabei stehen Kriterien wie Keimfähigkeit, technische Reinheit und ein minimaler Fremdbesatz im Fokus. Im konventionellen Sektor wird dies durch die präzise Applikation von Beizmitteln ergänzt, um einen optimalen Schutz des Keimlings sicherzustellen.
Das vom GFZS koordinierte Qualitätssicherungssystem QSS-Basis bildet dabei den verlässlichen Rahmen: Durch regelmäßige, unabhängige Probenahmen und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit wird sichergestellt, dass Z-Saatgut den hohen Erwartungen der Praxis gerecht wird. In Zeiten zunehmender Wetterextreme und strengerer gesetzlicher Vorgaben im Pflanzenschutz fungiert die professionelle Saatgutaufbereitung mehr denn je als entscheidendes Sicherheitsnetz. „Die diesjährigen Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass Z-Saatgut die unverzichtbare Basis für vitale Bestände und einen erfolgreichen Start in die Vegetation bleibt“, resümiert Hehnen.
Getreidefonds Z-Saatgut e. V. (GFZS)
Der Getreidefonds Z-Saatgut e. V. (GFZS) ist eine Initiative der in Deutschland aktiven Getreidezüchter in Zusammenarbeit mit der Saatgutbranche. Ziel des GFZS ist die Qualitätssicherung und -förderung von zertifiziertem Getreidesaatgut sowie die Steigerung des Saatgutwechsels. Zudem informiert der GFZS Landwirte, Handel, Beratung und Interessierte zu den vielfältigen Vorzügen von Z-Saatgut.
Kontakt:
Jennifer Nickel (M.Sc.agr.)
Getreidefonds Z-Saatgut e. V.
Kaufmannstraße 71–73
53115 Bonn
Telefon: +49 228 98581-287
E-Mail: jennifer.nickel@z-saatgut.de