Fachartikel
Präzision bei jedem Arbeitsschritt
Wie bei Zenk-Agrar hochwertiges Getreide-Z-Saatgut entsteht
Qualitätssaatgut entsteht nicht erst in der Aufbereitung. Bereits bei Fruchtfolge, Bodenbearbeitung und Bestandesführung werden die Weichen für Sortenreinheit und Keimfähigkeit gestellt. Der Familienbetrieb Zenk-Agrar aus Oberfranken zeigt, wie viel Präzision, Kontrolle und Handarbeit erforderlich sind, damit aus geerntetem Getreide anerkanntes Z-Saatgut wird.
Der Grundstein wird lange vor der Ernte gelegt
Wer zertifiziertes Saatgut kauft, erwartet hohe Keimfähigkeit, Sortenreinheit und vitale Pflanzen. Bis ein Bestand jedoch als Z-Saatgut anerkannt wird, sind zahlreiche Arbeitsschritte erforderlich. Denn bereits einzelne Fremdpflanzen oder wenige Körner einer anderen Sorte können die Anerkennung gefährden.
Die Saatgutvermehrung zählt deshalb zu den anspruchsvollsten Bereichen des Ackerbaus. Eine durchdachte Anbaustrategie, konsequente Feldhygiene und lückenlose Kontrollen bilden die Grundlage für hochwertiges Saatgut.
Wie dies in der Praxis umgesetzt wird, zeigt der Familienbetrieb Zenk-Agrar im oberfränkischen Zapfendorf, der Vorstufen-, Basis- und Z-Saatgut vermehrt.
Vom Gemischtbetrieb zum Spezialisten
Die heutige Spezialisierung entstand schrittweise. Als Robert Zenk Ende der 1980er-Jahre mit der Saatgutvermehrung begann, wurde der Hof noch als klassischer Gemischtbetrieb mit Milchviehhaltung geführt. Der Ackerbau diente überwiegend der Futter- und Marktfruchtproduktion, die Saatgutvermehrung war zunächst nur ein zusätzlicher Betriebszweig.
Mit dem Einstieg von Sohn Johannes im Jahr 2005 begann die Familie den Betriebszweig konsequent auszubauen und investierte in moderne Aufbereitungs- und Lagertechnik.
Heute bewirtschaftet die Familie rund 500 Hektar Ackerfläche. Etwa die Hälfte davon dient der Vermehrung von Basis- und Z-Saatgut. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Winterweizen und Wintertriticale. Winterraps und Silomais ergänzen die Fruchtfolge und sorgen für die notwendige Auflockerung der Anbauplanung. „Die Vermehrung von Saatgetreide ist deutlich anspruchsvoller als die Produktion von Brot- oder Futtergetreide. Der zusätzliche Aufwand ist hoch, aber genau dieser Aufwand sorgt letztlich dafür, dass das Z-Saatgut alle Anforderungen erfüllt“, bringt Robert Zenk die Besonderheiten des Betriebszweigs auf den Punkt.
Winterweizen stellt höchste Ansprüche
Winterweizen nimmt auf dem Betrieb eine Schlüsselrolle ein. Anders als im Konsumanbau reicht ein hoher Ertrag allein nicht aus. Entscheidend ist, dass jedes Korn die Anforderungen an zertifiziertes Saatgut erfüllt. „Saatgutqualität entsteht nicht erst in der Aufbereitung. Die Grundlage legen wir mit der Anbauplanung und einer sauberen Bestandesführung auf dem Feld“, betont der Betriebsinhaber. Deshalb beginnt die Arbeit lange vor der Aussaat. Jede Fläche wird hinsichtlich Vorfrucht, Bodenbeschaffenheit und Fruchtfolge bewertet, um optimale Voraussetzungen für einen gesunden und möglichst sortenreinen Bestand zu schaffen.
Seit mehr als 25 Jahren setzt der Betrieb auf pfluglose Bodenbearbeitung. Nach einem flachen Stoppelsturz folgt – sofern erforderlich – ein weiterer Arbeitsgang, um Ausfallgetreide und Ungräser zum Keimen zu bringen und mechanisch zu regulieren. Erst anschließend wird vor der Herbstsaat, wenn nötig, bis etwa 25 Zentimeter Tiefe gelockert. „Die tiefe Lockerung sorgt dafür, dass sich der Winterweizen schnell und gleichmäßig durchwurzeln kann. Gerade unter trockenen Bedingungen macht sich das später im Bestand bemerkbar“, erklärt Zenk.
Auch beim Aussaattermin verfolgt der Betrieb eine klare Strategie. Winterweizen und Wintertriticale sollen möglichst früh gesät werden, damit sich die Pflanzen vor Wintereinbruch ausreichend entwickeln können. Dass dies nicht immer gelingt, zeigte ein Herbst mit lang anhaltenden Niederschlägen, in dem der letzte Weizen erst Mitte Oktober ausgesät werden konnte. Dank eines außergewöhnlich milden Novembers entwickelten sich die Bestände dennoch gut.
Fruchtfolge als Grundlage der Saatgutqualität
Während die Fruchtfolge im Marktfruchtbau häufig wirtschaftlich optimiert wird, dient sie in der Saatgutvermehrung in erster Linie der Qualitätssicherung. „Viele Probleme lassen sich vermeiden, wenn die Fruchtfolge konsequent aufgebaut ist. Das gilt für Krankheiten genauso wie für Fremdbesatz oder Problemgräser“, erläutert Zenk.
Sommerungen und Blattfrüchte unterbrechen Krankheitszyklen und verbessern gleichzeitig die Möglichkeiten zur Ungrasbekämpfung. Gerade Ackerfuchsschwanz und Windhalm stellen auch in Oberfranken große Herausforderungen dar. Durch wechselnde Kulturen können unterschiedliche Herbizidwirkstoffe eingesetzt und Resistenzen gezielt vorgebeugt werden. Auch gesetzliche Vorgaben fließen zunehmend in die Anbauplanung ein.
Qualität entsteht auf dem Feld
Während der Vegetation stehen regelmäßige Feldkontrollen im Mittelpunkt. Gesucht werden Fremdgetreide, andere Sorten sowie Unkräuter und Ungräser, die die Anerkennung des Bestandes gefährden könnten. Entdeckte Fremdpflanzen werden konsequent entfernt, häufig noch von Hand. Die aufwendige Arbeit bleibt oft unsichtbar, ist für die Sortenreinheit jedoch unverzichtbar. Bereits eine einzelne übersehene Pflanze kann später das gesamte Erntegut verunreinigen.
Wie konsequent der Betrieb vorgeht, zeigt ein Beispiel aus der Praxis: Als auf einer neu zugepachteten Fläche in einer Triticalevermehrung zu viele Weizenpflanzen festgestellt wurden, entschied sich die Familie bewusst gegen die Nutzung dieses Schlags als Vermehrungsfläche, statt das Risiko einer Aberkennung einzugehen. „Manchmal gehört auch dazu, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen. Qualität hat immer Vorrang vor der Menge“, sagt Robert Zenk.
Je nach Witterungsverlauf investiert der Betrieb zwischen 100 und 150 Arbeitsstunden pro Jahr allein in Feldkontrollen und das manuelle Entfernen von Fremdpflanzen.
280 Stunden für die Sortenreinheit
Spätestens zur Ernte wird deutlich, worin sich die Saatgutvermehrung vom klassischen Marktfruchtbau unterscheidet. Während dort nach Abschluss eines Schlages meist direkt die nächste Fläche folgt, beginnt bei Zenk-Agrar nach jedem Sortenwechsel zunächst ein anderer Arbeitsgang: reinigen.
Schon wenige Körner einer anderen Sorte können die Sortenreinheit einer Partie gefährden. Deshalb wird jede Maschine vollständig von Rückständen befreit. „Sauberkeit ist in der Saatgutvermehrung das A und O. Was wir heute nicht gründlich reinigen, kann uns später bei der Anerkennung Probleme bereiten“, erklärt Zenk.
Bereits die Sämaschine wird nach jedem Sortenwechsel mit Druckluft, Staubsauger und Hochdruckreiniger gereinigt. Zwei Personen benötigen dafür bis zu anderthalb Stunden. Bei mehreren Winterweizensorten summiert sich dieser Arbeitsgang im Laufe eines Jahres auf rund 30 Stunden.
Noch aufwendiger ist die Reinigung des Mähdreschers. „In der Sammelschnecke des Schneidwerks können sich durchaus bis zu 20 Kilogramm Körner verstecken. Auch aus dem Feuchtemesser holen wir regelmäßig noch eine Handvoll Getreide heraus. Genau deshalb reinigen wir jede Maschine bis in den hintersten Winkel“, berichtet Zenk. Schrägförderer, Steinfangmulde, Korntank, Förderschnecken, Strohverteiler und Elevator werden sorgfältig kontrolliert und gereinigt. Für jeden Sortenwechsel sind zwei Mitarbeiter rund zweieinhalb Stunden beschäftigt. Trotz einer möglichst sortenweisen Ernte summiert sich dieser Aufwand auf rund 50 Arbeitsstunden pro Jahr.
Mit der Ernte endet der Aufwand jedoch nicht. Das Getreide wird zunächst in den hofeigenen Silos eingelagert. Dort überwacht der Betrieb jede Partie mehrmals täglich. Steigt die Temperatur über 20 °C, wird sofort belüftet oder umgelagert. Erst nach sieben bis zwölf Tagen beginnt die eigentliche Aufbereitung.
Trotz moderner Technik lässt sich mangelhafte Bestandesführung später nicht ausgleichen. „Eine gute Aufbereitung kann viel leisten. Aber sie kann keine schlechte Vermehrung in hochwertiges Saatgut verwandeln. Die Grundlage entsteht immer auf dem Feld“, betont Robert Zenk.
Das Saatgut durchläuft mehrere Reinigungsstufen. Windsichter, Entgranner, Siebreinigung, Korntrieur und Gewichtsausleser entfernen Schritt für Schritt Staub, Bruchkorn, Fremdbesatz sowie beschädigte Körner. Dabei arbeitet der Betrieb bewusst kornschonend, um die Keimfähigkeit zu erhalten.
Sämtliche Komponenten der Aufbereitungsanlage – vom Windsichter bis zum Gewichtsausleser – werden akribisch gesäubert. Besonders konsequent erfolgt dies im Bereich Beizung und Abfüllung. „Nach jeder Partie reinigen wir alle Förderwege vollständig. Das passiert im Laufe einer Saison etwa 50-mal“, beschreibt Robert Zenk den Ablauf. Allein für die Reinigung der Aufbereitungs- und Beizanlage fallen rund 200 Arbeitsstunden pro Jahr an.
Rechnet man Sämaschine, Mähdrescher und Saatgutanlage zusammen, investiert der Betrieb jährlich rund 280 Stunden ausschließlich in die Reinigung seiner Technik.
Auch bei angelieferten Betriebsmitteln oder externen Transportfahrzeugen bleibt die Aufmerksamkeit hoch. Denn selbst einzelne eingeschleppte Körner können später Probleme verursachen.
240 Proben auf dem Weg zum Blauen Etikett
Parallel zur Aufbereitung wird jede Partie intensiv überwacht und geprüft. Bereits bei der Annahme werden regelmäßig Proben gezogen. Daraus entstehen Mischproben und Rückstellmuster, die eindeutig gekennzeichnet und archiviert werden. So lassen sich Zustand und Beschaffenheit jeder Partie auch später nachvollziehen.
Für die amtliche Beschaffenheitsprüfung entnimmt ein anerkanntes Probenahmegerät weitere Proben, die an das Labor der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft gehen. Dort werden Keimfähigkeit, technische Reinheit und Besatz untersucht. Erst wenn alle Anforderungen erfüllt sind, erhält das Saatgut die offizielle Anerkennung und kann somit das Blaue Etikett tragen.
Während der Beizung werden weitere Muster gezogen und archiviert. Insgesamt summieren sich Laborproben und Rückstellmuster auf rund 240 Proben pro Jahr – ein Beleg für die engmaschige Qualitätskontrolle in der Saatgutvermehrung.
Hand in Hand durch die Saison
Die Saatgutvermehrung auf dem Betrieb Zenk-Agrar ist echte Teamarbeit. Jeder in der Familie hat seinen festen Aufgabenbereich, gleichzeitig greifen die einzelnen Arbeitsschritte während der Saison eng ineinander. Johannes Zenk verantwortet Ackerbau und Bestandesführung, Robert Zenk kümmert sich um Annahme und Aufbereitung, Tobias Zenk übernimmt Beizung, Abpackung und Kommissionierung. Angelika Zenk kontrolliert gemeinsam mit den Mitarbeitern während der Vegetation die Vermehrungsbestände und entfernt unerwünschte Pflanzen von Hand – eine oft unsichtbare, aber entscheidende Arbeit für die Anerkennung der Vermehrungsflächen.
Gerade in den arbeitsintensiven Monaten zwischen Juli und Oktober laufen viele Prozesse gleichzeitig ab. Während auf den Feldern noch geerntet wird, werden bereits die ersten Partien eingelagert, später aufbereitet, gebeizt und für die Auslieferung vorbereitet. Gleichzeitig treffen neue Ernten ein, Laborergebnisse müssen berücksichtigt und kurzfristige Kundenbestellungen bearbeitet werden. Jeder Arbeitsschritt baut auf dem vorherigen auf und erfordert eine enge Abstimmung innerhalb des Teams.
„Unsere Kunden sollen möglichst nicht warten müssen. Mit Ausnahme einzelner Spezialsorten versuchen wir, jede Sorte innerhalb kurzer Zeit bereitzustellen“, sagt Robert Zenk. Damit das gelingt, sind eingespielte Abläufe und klare Verantwortlichkeiten ebenso wichtig wie moderne Technik. Denn am Ende entscheidet nicht nur die Qualität jeder einzelnen Saatgutpartie über den Erfolg, sondern auch das reibungslose Zusammenspiel aller Beteiligten.
Fazit
Die Betriebsreportage zeigt: Hochwertiges Z-Saatgut entsteht nicht durch einen einzelnen Arbeitsschritt oder moderne Technik allein. Entscheidend sind die vielen kleinen Entscheidungen, die während eines gesamten Anbaujahres getroffen werden – von der Fruchtfolge über die Bestandesführung bis hin zur letzten Laborprobe. Der Familienbetrieb Zenk-Agrar macht deutlich, dass zertifiziertes Saatgut vor allem das Ergebnis von Erfahrung, Sorgfalt und konsequenter Qualitätsarbeit ist.
Betriebsspiegel:
Geografische Lage: Zapfendorf; nördlicher Rand des oberfränkischen Landkreises Bamberg (Bayern)
Höhenlage: 308 m ü. NHN
Jahresniederschlag: 560 mm Niederschlag pro Jahr im Durchschnitt der letzten zehn Jahre
Betriebliche Ausrichtung: Ackerbaubetrieb mit Schwerpunkt Z-Saatgutvermehrung und -aufbereitung (inkl. Vorstufen- und Basissaatgut) für VO-Firmen und Züchterhäuser
Betriebsgröße: 500 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, auf etwa der Hälfte wird Saatgut vermehrt
Bodenart: sandiger Lehm bis Ton (25–45 BP)
Anzahl der Schläge: 264 (im Durchschnitt 1,89 ha pro Schlag, 60 % unter 2 ha, max. Hofentfernung 8 km)
Familie Zenk führt den Betrieb gemeinsam: Tobias, Angelika, Robert und Johannes Zenk. (v.l.n.r.)
Robert Zenk kümmert sich um die Annahme und Aufbereitung des Getreides. Nach der Einlagerung wird die Temperatur in den Silos intensiv überprüft.
Der Ackerbau liegt in den Händen von Johannes Zenk. Seit über 20 Jahren wird eine pfluglose Bearbeitung praktiziert.
Das Beizen, Abpacken und Kommissionieren obliegt Tobias Zenk. Die Beizanlage ist nach QSS und QSS-BeiZplus zertifiziert, darf also alle Beizmittel verarbeiten.
Urkunden und Zertifikate zeigen den hohen Standard, den das Unternehmen Zenk-Agrar bei der Beizung einhält.
Gut gefülltes Lager während der Hauptaufbereitungszeit: Zahlreiche abgepackte Z-Saatgutpartien warten auf ihre Auslieferung.
Das Beizen, Abpacken und Kommissionieren obliegt Tobias Zenk. Die Beizanlage ist nach QSS und QSS-BeiZplus zertifiziert, darf also alle Beizmittel verarbeiten.
Die Saatgutstufen kurz erklärt
Vorstufensaatgut steht am Anfang der Vermehrung und wird in der Regel vom Zuchtunternehmen erzeugt. Es dient als Ausgangsmaterial für die weitere Vermehrung und für interne Prüfungen der Sorten.
Basissaatgut wird unter Verantwortung des Züchters nach den Grundsätzen der Erhaltungszüchtung erzeugt. Es bildet die Grundlage für die weitere Vermehrung zu Z-Saatgut und unterliegt besonders hohen Anforderungen an Sortenreinheit und Beschaffenheit.
Z-Saatgut ist staatlich anerkanntes und zertifiziertes Saatgut für den landwirtschaftlichen Anbau. Es wird vor der Anerkennung auf festgelegte Qualitätsmerkmale geprüft und darf erst nach erfolgreicher Zertifizierung in Verkehr gebracht werden.
Blick in die aktuelle Saison
Anfang Juli fiel bei Zenk-Agrar der Startschuss für die diesjährige Getreideernte. Bereits Anfang August waren die letzten Flächen gedroschen. Weil der Regen ausblieb, kam es zu keinen witterungsbedingten Unterbrechungen – gleichzeitig machte das enge Zeitfenster die Ernte zu einer intensiven und hektischen Phase.
Bei der Gerste und Triticale ist Robert Zenk mit den Erträgen zufrieden. Auch die Sortierung fiel insgesamt gut aus, wenngleich es etwas Untersortierung gab. Beim Weizen zeigt sich dagegen deutlicher, welche Spuren die lange Trockenheit hinterlassen hat. Zwar ist auch hier der Ertrag zufriedenstellend, allerdings blieben die Körner kleiner. Das schlägt sich im niedrigen Tausendkorngewicht (TKM) und in einer schlechteren Siebsortierung nieder. Entsprechend höher fällt der Siebabgang bei der Aufbereitung aus. „Die Ernte ist gut und ohne größere Unterbrechungen gelaufen. Dadurch, dass es keinen Regen gab, mussten wir allerdings auch in kurzer Zeit viel schaffen“, blickt Robert Zenk auf die vergangenen Wochen zurück.
Nach der Ernte richtet sich der Blick nun auf die kommende Aussaat. Die anhaltende Trockenheit beschäftigt den Betrieb dabei weiterhin. Auf den Feldern fehlt vielerorts die notwendige Bodenfeuchtigkeit, sodass die Landwirte derzeit nur eingeschränkt arbeiten können. Entsprechend verhalten entwickelt sich momentan auch die Nachfrage nach Saatgut. „Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Bestellung bis jetzt schwach. Die Landwirte können einfach noch nicht so viel auf dem Acker machen und warten ab, wie sich die Bedingungen entwickeln“, beschreibt Zenk die aktuelle Situation.
Für Zenk-Agrar geht die Saison damit direkt in die nächste Phase über. Während auf den Feldern weiterhin auf ausreichend Niederschlag gewartet wird, laufen im Betrieb Aufbereitung und Qualitätssicherung des Z-Saatguts für die kommende Aussaat weiter.
Autorin: Jennifer Nickel (M.Sc.agr.)
Bildquelle: Walter Hollweg