Kulturartenkalender

Getreide zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Seit über 10.000 Jahren wird es angebaut – zunächst als Wildform im Vorderen Orient, später als Grundlage für Brot, Nudeln und viele weitere Lebensmittel weltweit. Heute ist Getreide aus unserer Ernährung nicht mehr wegzudenken und eine tragende Säule der globalen Landwirtschaft. Allein in Deutschland sind über 540 Getreidesorten offiziell zugelassen. Diese enorme Vielfalt ist von großer Bedeutung, denn unterschiedliche Sorten sind optimal an die jeweiligen Standortbedingungen – etwa Klima, Bodenbeschaffenheit und regionale Anbausysteme – angepasst. Zudem ermöglicht sie vielfältige Vermarktungsstrategien, vom ökologischen Landbau bis hin zu Spezialprodukten für die Lebensmittelindustrie. Doch was steckt eigentlich hinter der Züchtung moderner Sorten?

Bereits im 19. Jahrhundert legte Gregor Mendel mit seinen Vererbungsregeln das Fundament für die gezielte Pflanzenzüchtung. Auf Grundlage sorgfältiger Kreuzungen und Selektionen lassen sich heute Sorten entwickeln, die besser mit Trockenheit oder Krankheiten zurechtkommen, standfester wachsen oder eine besonders gute Backqualität liefern. Die Zuchtziele sind entsprechend vielfältig und komplex. Züchterinnen und Züchter haben bei jedem Handgriff mehrere Eigenschaften im Blick. Sie alle zusammen zielen darauf ab, Ernteerträge zu stabilisieren bzw. zu erhöhen und die Umweltbilanz zu verbessern, da neue Sorten mit verbesserter pflanzeneigener Schädlingsabwehr weniger Pflanzenschutzaufwendungen benötigen.

Mit unserem Kulturartenkalender möchten wir einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen und zeigen, welche Arbeitsschritte in der Pflanzenzüchtung im Laufe eines Jahres stattfinden. Anhand des Beispiels Getreide wird deutlich, wie viel Fachwissen, Geduld und Fingerspitzengefühl nötig sind, um von der ersten Kreuzung zur leistungsfähigen Sorte zu gelangen.

Die Züchtungsziele

Auf der Linken Seite befindet sich ein Weizenhalm inklusive Wurzel mit passender Erklärung und den Züchtungszielen

Was passiert im Jahresverlauf?

Nahaufnahme von Korn im unreifen Zustand

Januar

Kontrollierte Kreuzungen im Gewächshaus markieren den strategischen Beginn des Zuchtjahres.

Mann sitzt im Gewächshaus vor einem Getreidefeld, welches noch unreif ist. Er schaut sich die unreifen Körner von nahem an.

Februar

Analyse, Selektion und weltweite Saatgutverteilung beschleunigen den Zuchtfortschritt.

Getreidekulturarten befinden sich in kleinen Gefäßen auf einem Regal. Dort werden sie zu Setzlingen gezüchtet

März

Aussat, erste Bonituren und moderne Züchtungstechniken prägen den Saisonstart.

Zwei Männer hocken vor einem Getreidefeld und schauen sich eine Drohne an

April

Pflege, Schutz und frühe Selektion sichern den Erfolg der Versuche.

Diversen Menschen arbeiten auf einem Getreidefeld und decken die Blüte mit weißen Tüten ab.

Mai

Kreuzungen, Blüte und Selektion bestimmen die genetische Richtung neuer Sorten.

Ein Feld mit diversen Getreidekreuzungen und mehrere Generationen.

Juni

Bonituren, Kreuzungen und mehrere Generationen parallel sichern Zeitvorteile.

Ein Getreidefeld wird von einer blauen Maschine geerntet. Nebendran läuft eine Person und schaut mit.

Juli

Ernte, Qualitätsanalysen und präzise Hybridkreuzungen stehen im Fokus.

in durchsichtigen Behältern sprießen grüne Triebe heraus.

August

Saatgutaufbereitung und Qualitätsanalysen entscheiden über das Weiterkommen.

Eine Halle mit diversen Maschinen zur Auswertung.

September

Datenauswertung und Planung bestimmen den Start ins neue Zuchtjahr.

Eine Aussaatmaschine fährt auf einem Feld.

Oktober

Aussaat, Organisation und Gewächshausarbeit laufen parallel.

Auf einem großen Tisch stehen diverse kleine Töpfe befüllt mit Erde, woraus grüne Halme sprießen.

November

Auswertung, Wartung und Vorbereitung prägen die ruhigere Phase.

Eine Nahaufnahme auf einem Getreidefeld, wo grüne Halme sprießen, die gefroren sind.

Dezember

Strategische Planung und Wissensaustausch bereiten den nächsten Zyklus vor.

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