Garantierte Qualität

Nur mit Z-Saatgut hat der Landwirt eine Garantie für Mindestkeimfähigkeit, technische Reinheit, Besatz und Sortenreinheit. Dies wird in der mehrstufigen und streng kontrollierten Produktion sichergestellt.

Saatgutanerkennung

 

Damit Saatgut als zertifiziertes, also anerkanntes Saatgut gehandelt werden kann, muss es von hoher Qualität sein. Die hohen Qualitätsstandards sind im Saatgutverkehrsgesetz und in den verschiedenen Saat- bzw. Pflanzgutverordnungen geregelt.

Die Qualität wird bei allen Kulturen, außer bei Gemüse, bereits durch die Besichtigung des Feldbestandes der Vermehrungsfläche (Feldbesichtigung) sichergestellt. Die Vermehrungsfläche muss ordnungsgemäß bearbeitet und behandelt sein. Zudem müssen hohe Standards bei Fremdbesatz und Gesundheitszustand erfüllt werden. Im Rahmen der Saatgutanerkennung wird dann nochmals jede Saatgutpartie auf Keimfähigkeit, Fremdbesatz und Reinheit untersucht (Beschaffenheitsprüfung).

Nur wenn das untersuchte Saatgut diese hohen Standards erfüllt, wird die Saatgutanerkennung ausgesprochen und das Saatgut zertifiziert. Erst dann kann es als so genanntes Z-Saatgut in den Handel gebracht werden.

Mit Sicherheit in die Zukunft starten!

Qualitätsparameter

Z-Saatgut muss strengste gesetzlich definierte Qualitätsanforderungen erfüllen. Diese werden einerseits in der Feldbestandsprüfung der Vermehrungsfläche, andererseits in der Beschaffenheitsprüfung des Saatgutes im Labor untersucht.

Feldbestand

Die Vermehrungsfläche muss eine ordnungsgemäße Bearbeitung und Behandlung aufweisen. Zudem muss sie die Standards in Bezug auf Fremdbesatz und Gesundheitszustand erfüllen.

Beschaffenheit des Saatgutes

Die Beschaffenheit des Saatgutes muss den gesetzlichen Anforderungen an Keimfähigkeit, Sortenreinheit und Fremdbesatz jeder einzelnen anzuerkennenden Sorte entsprechen. Nur wenn diese hohen Anforderungen erfüllt werden, wird das Saatgut anerkannt und zertifiziert.

Blaues Etikett

Woran ist Z-Saatgut zu erkennen?

Zertifizierte Spitzenqualität lässt sich in Sack und Bigbag am Blauen Etikett erkennen. Dieses enthält wichtige Informationen zum Z-Saatgut, die für eine sichere Aussaat erforderlich sind. Dazu gehören:

  • Angabe der Fruchtart
  • Garantierte Sortenechtheit
  • Anerkennungsnummer der Saatgutpartie
  • Gewichts-/Kornzahlangabe
  • Tausendkorngewicht (TKG)
  • Keimfähigkeit (KF)
  • Angaben über das verwendete Beizmittel

Die vorschriftsmäßige Kennzeichnung, Verschließung und Abpackung von zertifiziertem Saatgut ist in der Saatgutverordnung geregelt.

Wenn mal etwas nicht stimmt …

Z-Saatgut bietet neben seiner garantierten Mindestkeimfähigkeit, technische Reinheit sowie geringen Besatz. Darüber hinaus ist es durch eine ausgeprägte Sortenreinheit gekennzeichnet. Doch auch hier ist zu bedenken, dass in allen Produktionsprozessen, insbesondere in biologischen Systemen, auch Fehler passieren können. Falls es also doch mal zu einer Panne kommen sollte, kann sich der Landwirt direkt mit dem Saatgutverkäufer in Verbindung setzen. Damit die Regulierung auch hier reibungslos ablaufen kann, wird grundsätzlich empfohlen, das genutzte Saatgut mittels Rückstellprobe und Aufbewahrung des Etiketts zu dokumentieren.