Was passiert im Februar?

Im Februar nimmt das Arbeitstempo weiter zu. Im Gewächshaus herrscht dichter Pflanzenbestand – Kreuzungen werden kontrolliert, Nachkommenschaften geprüft und Elternlinien für neue Versuche vorbereitet. Die Kreuzungspflanzen aus dem Vorjahr werden nun analysiert: Welche Nachkommen zeigen Vitalität, Resistenz oder erwünschte Wuchsformen? Pflanzen mit vielversprechenden Eigenschaften werden ausgewählt und weitervermehrt, während weniger geeignete Linien aussortiert werden. So entsteht Schritt für Schritt die Grundlage für neue, leistungsfähige Sorten.

Auch die Vorbereitungen für die Frühjahrs-Aussaat laufen auf Hochtouren. Saatgut wird gereinigt, abgewogen und für den Versand vorbereitet. Ein Teil davon geht an Versuchs- und Zuchtstationen in anderen Regionen und sogar auf andere Kontinente. So werden neue Linien beispielsweise in Skandinavien auf ihre Kältetoleranz geprüft oder auf der südlichen Halbkugel angebaut, um dort eine zweite Generation pro Jahr zu erzielen. Diese weltweite Arbeitsteilung beschleunigt den Zuchtfortschritt erheblich – ein entscheidender Vorteil, denn die Entwicklung einer neuen Sorte dauert normalerweise 12 bis 15 Jahre.

So kann der gesamte Zuchtzyklus deutlich verkürzt werden – ein klarer Vorteil im internationalen Wettbewerb.

Mann sitzt im Gewächshaus vor einem Getreidefeld, welches noch unreif ist. Er schaut sich die unreifen Körner von nahem an.

Getreidezüchtung im Jahresverlauf

Nahaufnahme von Korn im unreifen Zustand

Januar

Analyse, Selektion und weltweite Saatgutverteilung beschleunigen den Zuchtfortschritt.

Getreidekulturarten befinden sich in kleinen Gefäßen auf einem Regal. Dort werden sie zu Setzlingen gezüchtet

März

Aussat, erste Bonituren und moderne Züchtungstechniken prägen den Saisonstart.

Zwei Männer hocken vor einem Getreidefeld und schauen sich eine Drohne an

April

Pflege, Schutz und frühe Selektion sichern den Erfolg der Versuche.

Diversen Menschen arbeiten auf einem Getreidefeld und decken die Blüte mit weißen Tüten ab.

Mai

Kreuzungen, Blüte und Selektion bestimmen die genetische Richtung neuer Sorten.

Ein Feld mit diversen Getreidekreuzungen und mehrere Generationen.

Juni

Bonituren, Kreuzungen und mehrere Generationen parallel sichern Zeitvorteile.

Ein Getreidefeld wird von einer blauen Maschine geerntet. Nebendran läuft eine Person und schaut mit.

Juli

Ernte, Qualitätsanalysen und präzise Hybridkreuzungen stehen im Fokus.

in durchsichtigen Behältern sprießen grüne Triebe heraus.

August

Saatgutaufbereitung und Qualitätsanalysen entscheiden über das Weiterkommen.

Eine Halle mit diversen Maschinen zur Auswertung.

September

Datenauswertung und Planung bestimmen den Start ins neue Zuchtjahr.

Eine Aussaatmaschine fährt auf einem Feld.

Oktober

Aussaat, Organisation und Gewächshausarbeit laufen parallel.

Auf einem großen Tisch stehen diverse kleine Töpfe befüllt mit Erde, woraus grüne Halme sprießen.

November

Auswertung, Wartung und Vorbereitung prägen die ruhigere Phase.

Eine Nahaufnahme auf einem Getreidefeld, wo grüne Halme sprießen, die gefroren sind.

Dezember

Strategische Planung und Wissensaustausch bereiten den nächsten Zyklus vor.

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