Wettbewerbsfähigkeit im Fokus

Drei gemeinschaftliche Projektbeispiele:


Backqualität bei Weizen

Die Backqualität ist eine wesentliche Eigenschaft für die Anbauwürdigkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Qualitätsweizen. Weil direkte Backversuche sehr zeit- und kostenaufwändig sind, haben sich vier Forschungsinstitute und sechs Züchtungsunternehmen in einem dreijährigen Projekt zum Ziel gesetzt, indirekte Selektionsmerkmale auf genetischer Ebene und durch die Nahinfrarot-Spektroskopie (NIRS) früh zu identifizieren. Dadurch kann die Entwicklung von Qualitätsweizensorten um mehrere Jahre beschleunigt werden.

Triticale für die Ethanolproduktion
Bioethanol leistet einen wesentlichen Beitrag zur energetischen Nutzung von Getreide. Eine Arbeitsgruppe der Uni Hohenheim hat in Kooperation mit Getreidezüchtungsunternehmen und Wirtschaftspartnern vergleichende Studien zur Ethanolausbeute bei Weizen, Roggen und Triticale durchgeführt. Es wurden Parameter identifiziert, die eine gezielte Selektion und Sortenentwicklung erlauben. Als geeignetste Getreideart für die Ethanolproduktion stellte sich wegen geringerer Produktionskosten Triticale heraus.

Resistenz gegen Blattflecken
Blattflecken bei Gerste werden von Rhynchosporium secalis verursacht und können zu erheblichen Ertragsausfällen führen. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hat nach Resistenzgenen geforscht, die die Widerstandsfähigkeit gegen diese Pilzkrankheit erhöhen, und molekulare Marker identifiziert, die die Einlagerung der neuen Resistenz in leistungsstarkes Sortenmaterial beschleunigen. Neue wirksame Resistenzgene kommen der Praxis zugute, denn resistente Sorten erlauben eine nachhaltige Produktion und reduzieren den Fungizidaufwand.