Was passiert im August?

Im August wird die Ernte in vielen Regionen abgeschlossen. Auf den Zuchtstationen beginnt nun die sorgfältige Saatgutaufbereitung: Die Körner werden getrocknet, gereinigt, sortiert und für spätere Aussaaten dokumentiert. Im Labor werden Qualitätsparameter analysiert, etwa Eiweißgehalt, Stärkeverteilung oder Eigenschaften, die entscheidend für die spätere Verwendung in Brot, Bier oder anderen Lebensmitteln sind. Diese Ergebnisse entscheiden, welche Linien weitergeführt werden.

Besonders im Getreidebereich ist diese Phase entscheidend für die spätere Zulassung: Nur Linien, die sich für Back-, Brau- oder andere Verarbeitungszwecke eignen, haben eine Chance auf den Markt. Gleichzeitig werden die Felddaten der Ernte digitalisiert und mit Vorjahren verglichen. So lässt sich beurteilen, welche Linien tatsächlich stabile Leistungen über mehrere Standorte und Jahre hinweg zeigen.

Parallel beginnt bereits die Vorbereitung auf das neue Jahr: Saatgut wird abgewogen, etikettiert und teilweise bereits versendet – an Prüfstellen, Forschungspartner oder für den eigenen Anbau. In einigen Kulturarten wie Triticale oder Winterhafer startet sogar schon die Vermehrung neuer Generationen im Gewächshaus.

Obwohl das Zuchtjahr gefühlt gerade erst abgeschlossen ist, laufen die Vorbereitungen für den nächsten Zyklus bereits auf Hochtouren. Pflanzenzüchtung ist ein kontinuierlicher Prozess. Jeder Monat, jede Entscheidung, jede Kreuzung baut auf dem auf, was zuvor erarbeitet wurde.

in durchsichtigen Behältern sprießen grüne Triebe heraus.

Getreidezüchtung im Jahresverlauf

Nahaufnahme von Korn im unreifen Zustand

Januar

Kontrollierte Kreuzungen im Gewächshaus markieren den strategishcen Beginn des Zuchtjahres.

Mann sitzt im Gewächshaus vor einem Getreidefeld, welches noch unreif ist. Er schaut sich die unreifen Körner von nahem an.

Februar

Analyse, Selektion und weltweite Saatgutverteilung beschleunigen den Zuchtfortschritt.

Getreidekulturarten befinden sich in kleinen Gefäßen auf einem Regal. Dort werden sie zu Setzlingen gezüchtet

März

Ausaat, erste Bonituren und moderne Züchtngstechniken prägen den Saisonstart.

Zwei Männer hocken vor einem Getreidefeld und schauen sich eine Drohne an

April

Pflege, Schutz und frühe Selektion sichern den Erfolg der Versuche.

Diversen Menschen arbeiten auf einem Getreidefeld und decken die Blüte mit weißen Tüten ab.

Mai

Kreuzungen, Blüte und Selektion bestimmen die genetische Richtung neuer Sorten.

Ein Feld mit diversen Getreidekreuzungen und mehrere Generationen.

Juni

Bonituren, Kreuzungen und mehrere Generationen parallel sichern Zeitvorteile.

Ein Getreidefeld wird von einer blauen Maschine geerntet. Nebendran läuft eine Person und schaut mit.

Juli

Ernte, Qualitätsanalysen und präzise Hybridkreuzungen stehen im Fokus.

Eine Halle mit diversen Maschinen zur Auswertung.

September

Datenauswertung und Planung bestimmen den Start ins neue Zuchtjahr.

Eine Aussaatmaschine fährt auf einem Feld.

Oktober

Aussaat, Organisation und Gewächshausarbeit laufen parallel.

Auf einem großen Tisch stehen diverse kleine Töpfe befüllt mit Erde, woraus grüne Halme sprießen.

November

Auswertung, Wartung und Vorbereitung prägen die ruhigere Phase.

Eine Nahaufnahme auf einem Getreidefeld, wo grüne Halme sprießen, die gefroren sind.

Dezember

Strategische Planung und Wissensaustausch bereiten den nächsten Zyklus vor.

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