Welche Züchtungsziele gibt es?

Getreidezüchtung ist heute Spitzentechnologie, die durch Forschung und Entwicklung in der Lage ist, innovative Getreidesorten mit optimierten Eigenschaften zu züchten. Hierzu gehören:

  • jährliche Ertragszuwächse von ein bis zwei Prozent bei gleichzeitig erhöhter Ertragssicherheit,
  • verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen Pilz-, Bakterien- und Viruskrankheiten,
  • höhere Toleranzen gegen abiotische Stressfaktoren,
  • verbesserte agronomische Eigenschaften (Winterhärte, Standfestigkeit, Auswuchsfestigkeit, Reife),
  • gesteigertes Nährstoffaneignungsvermögen für gezielteren Einsatz von Düngemitteln,
  • Anpassung an spezifische Bodenbedingungen (Bodenart, Bodengefüge, Bodenfeuchte).

Um diese Züchtungsziele zu erreichen, kommen unterschiedliche Methoden zur Anwendung: von den klassischen Kreuzungs- und Kombinationsverfahren bis zu Hybridzüchtungen und modernen Methoden der Biotechnologie und Gentechnik.

Züchtungsschema einer Neuzüchtung

Entstehung neuer Sorten

Der Weg zu einer neuen Sorte ist langwierig. Das Ziel ist klar: Gegenüber dem bisherigen Sortenniveau soll ein Fortschritt erreicht werden. Tausende von Einzelpflanzen werden über mehrere Generationen ausgelesen. Von der ersten Kreuzung bis zum Eintrag in der Sortenliste vergehen meist zehn bis fünfzehn Jahre. Mit diesem aufwändigen Prozess ist ein hohes wirtschaftliches Risiko verbunden. Nur durch umfassenden Sortenschutz kann die zeit- und kostenintensive Züchtungsarbeit refinanziert werden. Der Schutz geistigen Eigentums und die Lizenzgebühren gewährleisten, dass weiterhin neue Sorten gezüchtet und leistungsähiges Z-Saatgut bereitgestellt werden können.

 

Z-Saatgut – große Ziele für die Zukunft setzen!