Trockentoleranz im Fokus
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Trockentoleranz im Fokus
Gemeinsame Anstrengungen bei Gerste. Artikel vom 20.08.2011
Der prognostizierte Klimawandel wird einschneidende
Folgen für die Landwirtschaft haben. Experten sagen für
Deutschland deutlich steigende Durchschnittstempera-
turen und längere Trockenheitsphasen voraus. Die Ge-
treidesorten der Zukunft müssen eine hohe Trocken-
stresstoleranz besitzen. Ein starker Verbund von Züch-
tern und Wissenschaftlern forscht an Gerste mit dieser
Eigenschaft.
Das Witterungsszenario für Deutschland ist alarmierend:
„Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts rechnen wir mit einem Anstieg
der Jahresmitteltemperaturen um ein bis zwei Grad. Zum Ende des
Jahrhunderts kann die Temperatur sogar mehr als drei Grad höher als
im Zeitraum von 1961 bis 1990 liegen“, sagt Dr. Klaus Keuler vom
Lehrstuhl für Umweltmeteorologie der Brandenburgisch Technischen
Universität Cottbus. „Wir müssen mit trockeneren Sommern rechnen.
Von Mai bis September werden die Niederschlagsmengen bis zum
Ende des Jahrhunderts um 10 bis 30 Prozent zurückgehen.“
Sorten für die Landwirtschaft
Bereits heute sind Witterungsbedingungen mit mehrwöchiger
Trockenheit zu beobachten (s. Grafik). Um in Zukunft hohe Erträge
mit der geforderten Qualität der Ernteprodukte zu sichern, haben
Züchtung und Wissenschaft Trockenstresstoleranz besonders im
Fokus. „In einem Gemeinschaftsprojekt wollen wir die Trocken-
toleranz von Getreide zunächst an Gerste erforschen und dann
Empfehlungen zur praktischen Umsetzung erarbeiten, um der
Landwirtschaft zukünftig ein trockentolerantes Sortenspektrum
zur Verfügung stellen zu können“, sagt Prof. Dr. Jens Léon,
Inhaber der Professur für Pflanzenzüchtung an der Universität Bonn.
Zusammenarbeit von Experten
Im Rahmen des Projekts arbeiten mehrere Forschungsinstitute
und sechs Züchtungsunternehmen zusammen (siehe auch Interview
auf nächster Seite). „Wir prüfen verschiedene Merkmale unter defi-
nierten Austrocknungsszenarien. Hierbei werden neben der Ertrags-
bildung zahlreiche pflanzenphysiologische Parameter und Inhalts-
stoffe beobachtet“, erklärt Prof. Dr. Léon. Die Projektbeteiligten
wollen Merkmalskombinationen finden, die zukünftige Sorten
besser mit langen Trockenphasen zurecht kommen lassen.

Exaktversuch mit Gerstenpflanzen im Gefäß
Z-Saatgut gezielt einsetzen
„Grundsätzlich sollte auch in Zukunft jede erfolgreiche neue Sorte pro
Tonne verkaufsfertiger Ernteware geringere ökonomische und ökolo-
gische Kosten aufweisen“, sagt Prof. Dr. Léon. „Für die Klimaanpas-
sung müssen die neuen Sorten die vorhandenen Wasserressourcen
erfolgreich für die Ertragsbildung aufschließen – auch unter diesem
Aspekt erlaubt der regelmäßige Einsatz von Z-Saatgut die Teilnahme
am Züchtungsfortschritt und den gezielten Wechsel auf die jeweils
am besten für den eigenen Betrieb geeigneten Sorten.“
Warum setzen Sie Z-Saatgut ein?
"Durch Z-Saatgut spare ich Zeit und Geld für Reinigung und Beizung von Nachbaugetreide und spare Geld bei Pflanzenschutzmitteln. Desweiteren bekomme ich dadurch neue Sorten, die ich mit meinen älteren Sorten vergleichen kann.
"
- Tobias Batschied
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