Schwierige Zeiten für Wintergetreide
Termine
Schwierige Zeiten für Wintergetreide
Ernte 2010 von Temperaturschwankungen und Regenfällen beeinträchtigt. Artikel vom 15.09.2010
Schwierige Witterungsperioden prägten den Getreideanbau im Vegetationsjahr 2009/10. Der kühle Frühling sorgte für günstige Wachstumsbedingungen, starke Regenfälle und Temperaturschwankungen führten im Sommer in vielen Regionen zu großen Ernteproblemen und Ertragseinbußen. Gerade unter schwierigen Bedingungen ist Z-Saatgut erste Wahl.
Von Dr. Gerhard Hartmann, verantwortlich für Feldversuche und insbesondere die Landessortenversuche (LSV) bei der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Sachsen-Anhalt.
Günstige Wachstumsbedingungen im Herbst 2009 kennzeichneten die Vorwinterentwicklung des Getreides bis Ende November. In der zweiten Dezemberdekade setzte Frost ein, der bis Mitte März anhielt. Trotz Temperaturen unter minus 20 Grad und durchgehender Schneedecke wurden keine ertragsrelevanten Auswinterungsschäden beobachtet.
Gutes Wachstum im Frühjahr
Ein insgesamt kühles Frühjahr mit ausreichend Niederschlägen im Mai bot optimale Bedingungen zur Bestockung und Ausdifferen-
zierung der Ähren. Es entwickelten sich deutlich höhere Kornzahlen je Ähre als in den Vorjahren bei gleicher Bestandsdichte. Vielerorts blieben im Juni und Juli die Niederschläge aus und die Temperaturen stiegen bis auf über 30 Grad. Die Entwicklung der Getreidebestände verlief nun rasant.
Qualitätsverfall durch hohe Niederschlagsmenge
Die Gerstenerträge entsprechen dem langjährigen Mittel in Ost-
deutschland (siehe Infografik). Bei Winterweizen, -roggen und -triticale zeichnete sich eine Notreife oder schlechtere Kornausbild-
ung ab. In der Hitzeperiode lief die Kornreife der Strohreife deutlich voraus, der Mähdrusch war verzögert. Wer ernten konnte, fuhr normale bis gute Erträge mit nicht optimaler Kornausbildung, aber hoher Qualität ein. Anfang August setzte Schlechtwetter ein, das nur noch sporadisch eine Ernte zuließ. In der dritten Augustwoche waren regional erst 10 bis 100 Prozent der Anbauflächen beerntet. Die Todreife war inzwischen überschritten und der Abbau der Qualität kaum noch aufzuhalten. Fallzahlen bei Roggen unter 50 und bei Weizen unter 120 Sekunden sind bei Qualitätsgetreide nicht hin-
nehmbar. Der Qualitätsverfall zeigte sich in sichtbarem Auswuchs, zunächst bei Triticale und Roggen, später auch beim Weizen.

Auswuchs an Winterweizen, August 2010
Der Qualitätsverlust beschränkt sich nicht allein auf die Backqualität. In hohem Maße leidet die Saatgutqualität durch den Verlust der Keimfähigkeit. Dies wird durch die Aktivierung der -Amylase verur-
sacht – ein Prozess, der, wenn er begonnen hat, auch im Lager nicht wieder zum Halten kommt.
Z-Saatgut ist sichere Erntebasis
Die extreme Situation ist nicht alljährlich, trotzdem gehört sie zur Normalität und ist in der Anbauplanung zu berücksichtigen. Gut beraten ist, wer neben Weizen und Raps Gerste in der Fruchtfolge hat. Auch eine Auswahl von Sorten mit gestaffelter Reife erweist sich als günstig, um zeitig mit der Ernte beginnen und diese damit aus-
einander ziehen zu können. Qualitativ hochwertiges Z-Saatgut ist aufgrund seiner hohen Keimfähigkeit und Reinheit erste Wahl, um die kommende Ernte auf sichere Beine zu stellen.

Warum setzen Sie Z-Saatgut ein?
"Ich setze Z-Saatgut ein, um immer am Puls des züchterischen Fortschritts zu sein und beste Erträge zu erzielen!"
- Frank Friedrich
Fachartikel
Neue Sorten stehen für Züchtungsfortschritt
Die Sortenvielfalt bei Getreide hat sich im Jahr 2007 weiter erhöht.

