Kompetenter Blick von außen ist unabdingbar

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„Kompetenter Blick von außen ist unabdingbar“

Interview mit Jörg Hartmann, Geschäftsführer der S.G.L. GmbH zur Auditierung im QSS. Artikel vom 16.03.2010

Das Qualitätssicherungssystem für Z-Saatgut (QSS) ist heute in allen Aufbereitungsbetrieben obligatorisch. Die umfassende Produkt- und Prozessbewertung identifi-
ziert frühzeitig Optimierungspotenzial. Der Erfolg ist nachhaltig: Die ersten Auswertungen der im vergange-
nen Herbst beprobten Saatgutpartien bestätigen, dass die Qualität von Z-Saatgut weiter auf hervorragendem Niveau liegt. Die Aktivitäten des QSS konzentrieren sich derzeit auf die Auditierung von Betrieben zur weiteren Verbesserung des innerbetrieblichen Qualitätsmanage-
ments. Über den Ablauf und Nutzen einer Auditierung sprachen wir mit Jörg Hartmann, Geschäftsführer der S.G.L. GmbH mit Hauptsitz in Erftstadt.

Warum haben Sie sich im Rahmen des QSS auditieren lassen?
Weil wir so den Qualitätsge-
danken in der Produktion von Z-Saatgut weiterentwickeln. Zudem fördern wir die Verbind-
lichkeit des QSS und tragen zur Wettbewerbsgerechtigkeit bei, wenn schließlich alle mitziehen.

Wie lief die Prüfung vor Ort ab?
Unser Betrieb wurde durch ein neutrales Auditierungsbüro audi-
tiert, wir waren von 9 bis 15 Uhr beschäftigt. Die Prüfung hatte den Charakter eines konstruktiven Erfahrungsaustausches unter Fachleuten. Direkt vor Ort haben wir das Auditprotokoll unterzeich-
net, zwei Wochen später lag uns die neue QSS-Bewertung vor.

Was halten Sie davon, dass externe Auditoren innerbetriebliche Prozesse überprüfen?
Der kompetente Blick von außen ist für die Bewertung des Betriebs-
ablaufes unabdingbar. Als wesentlichen Faktor für den Erfolg des Verfahrens habe ich die große praktische Kompetenz des Auditors erlebt.

Wie schätzen Sie die Auditierung im Vergleich zur Selbstbe-
wertung ein, bei der Sie im ersten Schritt die Qualitätsfähig-
keit Ihrer innerbetrieblichen Prozesse beurteilt haben?

Die Auditierung baut auf der Selbstbewertung auf. Wir haben schon damals den Ist-Zustand selbstkritisch festgestellt und erste Schlussfolgerungen für Optimierungsansätze gezogen.

Welchen Nutzen bringen Auditierung und Selbstbewertung?
Wesentlich ist die noch bessere Qualitätssicherung, dazu kommen der Arbeitsschutz im Zusammenhang mit dem Beizen, die Senkung von Kosten durch Optimierung von Prozessen und die noch überzeu-
gendere Kundenansprache als besonders geprüfter Betrieb.

Welche konkreten neuen Lösungen konnten Sie bei S.G.L. bereits umsetzen?
Wir haben unsere Dokumentation angepasst und bei der Transport-
technik eine Schnecke gegen ein Förderband ausgetauscht.

Wie ist Ihr Fazit der QSS-Auditierung und welche Perspektiven sehen Sie dadurch in der Produktion von Z-Saatgut?
Die Auditierung innerhalb des QSS war die zielführendste Bewertung, der wir uns bisher unterzogen haben. Ihr praktischer Nutzen ist außergewöhnlich hoch. Auf Basis der Ergebnisse der Auditierung optimieren wir Betriebsabläufe und senken bei gleichbleibend hoher Qualität die Kosten. Durch das zusätzliche Qualitätsmerkmal heben wir uns als Produzenten von Z-Saatgut positiv vom Nachbau ab.

Warum setzen Sie Z-Saatgut ein?

"Hohe gesicherte Erträge. Gute Rückverfolgbarkeit bei QS, Züchtungsfortschritt, Sortenvielfalt für die unterschiedlichen Anbaubedingungen. Gute Beizausstattung in entsprechender Qualität."

- Siegfried Köhler

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