Klimawandel - Forschen im Verbund
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Klimawandel: Forschen im Verbund
Züchterische Lösungsansätze für optimierte Sorten. Artikel vom 18.11.2008
Der globale Klimawandel wird in Deutschland einen Temperaturanstieg von zwei Grad Celsius innerhalb der nächsten 50 Jahre zur Folge haben. Wissenschaftler erforschen an Weizen, welche züchterischen Maßnah-
men dafür sorgen können, dass der Landwirtschaft auch an diese Bedingungen angepasste Sorten zur Verfügung stehen.
Welcher Anpassungsdruck entsteht für die Weizenproduktion in Deutschland durch den bis 2050 prognostizierten Klimawandel? Welche Anpassungsmöglichkeiten kann die Pflanzenzüchtung schaffen? – Diese Kernfragen untersucht ein Verbundprojekt der Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzen-
züchtung. Ziel des Projekts ist es, durch züchterische Maßnahmen den Blühzeitpunkt zu verfrühen, damit die für die Ertragsbildung wichtige Kornfüllphase nicht in die häufiger werdende Frühsommer-
trockenheit fällt.
Temperaturanstieg und veränderte Niederschläge
Klimaforscher haben in einem ersten Teilprojekt hoch auflösende Klimamodelle für sieben deutsche Referenzgebiete mit einem hohen Weizenbauanteil entwickelt. Das Ergebnis: Für den ertragsentschei-
denden Zeitraum von April bis Juli muss bis Mitte des 21. Jahrhun-
derts von einem Anstieg der Jahresmitteltemperatur zwischen 1,4 und 2,0 Grad Celsius ausgegangen werden. Zudem nehmen die Niederschläge im Winterhalbjahr tendenziell zu, während sie im Zeitraum Mai bis August leicht abnehmen. Die regionalen Unter-
schiede zwischen den Referenzgebieten sind gering. Zusätzliche statistische Analysen zeigen, dass die Höhe der Winternieder-
schläge und die Anzahl der Trockentage im Frühsommer entschei-
dend zur Ertragsvariabilität bei Winterweizen beitragen.
Selektionsmerkmal Blühzeitpunkt
Im züchterisch ausgerichteten Projektteil wurde eine weltweite Genotypen-Kollektion vermehrt und auf das Merkmal Blühzeitpunkt bonitiert. Parallel wurden ungefähr 30 Markerloci analysiert, die mit dem Merkmal Blühzeitpunkt assoziiert sind. Damit sollen Genorte ermittelt werden, die für eine züchterische Selektion besonders geeignet sind. Diese werden anschließend in leistungsfähiges Zuchtmaterial übertragen und zur Sortenentwicklung genutzt.
Aussagefähiger Datensatz für optimale Sorten
Auf Basis der gewonnenen Daten lassen sich Strategien für den zukünftigen Weizenanbau entwickeln. Die interdisziplinären Vorar-
beiten von Klima- und Züchtungsforschung sorgen dafür, dass an geänderte Bedingungen optimal angepasste Sorten rechtzeitig zur Verfügung stehen werden.
Warum setzen Sie Z-Saatgut ein?
"Wie soll ich sonst an neue Sorten kommen? Und umsonst ist Nachbau nebst Reinigen und Beizen ja auch nicht."
- Andreas Schäfer
Fachartikel
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Ernte 2010 von Temperaturschwankungen und Regenfällen beeinträchtigt.

