Ertragsentwicklung auf dem Prüfstand

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Ertragsentwicklung auf dem Prüfstand

Studie mit 90 Winterweizen-Sorten belegt positiven Einfluss des Züchtungsfortschritts. Artikel vom 10.01.2011

Eine Untersuchung des Instituts für Pflanzenbau und
Pflanzenzüchtung (IPZ) der Universität Gießen stellt fest,
dass die bei Winterweizen beobachtete Ertragsstagna-
tion nicht auf mangelnde Sortenleistung zurückzuführen
ist. Der stetige Züchtungsfortschritt trägt vielmehr ein-
deutig dazu bei, Erträge langfristig zu sichern. Die Ur-
sache der in den vergangenen Jahren schwächeren
Ertragsentwicklung ist in einem komplexen Zusammen-
spiel anderer Faktoren zu suchen.

Seit einigen Jahren stagnieren in Deutschland die durchschnittlichen
Winterweizen-Erträge. Neben dem Ausbleiben der über Jahrzehnte
gewohnten hohen jährlichen Ertragszuwächse beobachtet die prak-
tische Landwirtschaft zudem, dass die Erträge großen jährlichen
Schwankungen unterworfen sind.

Wetterextreme und veränderter Anbau begrenzen Erfolg
Für die Ertragsstagnation bei Winterweizen in den letzten Jahren
sind eine Vielzahl von Faktoren und deren komplexes Zusammen-
spiel verantwortlich. Ein wesentlicher Grund sind immer stärkere
Wetterextreme. Insbesondere die Niederschläge waren in einigen
Jahren zeitlich und räumlich ungünstig verteilt. Während der Korn-
füllungsphase im Mai ist die Monatsdurchschnittstemperatur in den
vergangenen 60 Jahren in Deutschland zudem im Mittel um 1,9 Grad
Celsius angestiegen. Ein weiterer Faktor mit negativem Einfluss auf
den Durchschnittsertrag für Winterweizen ist die Ausweitung der
Anbauflächen auf ertragsschwächere Standorte. Zurzeit wird in
Deutschland auf über drei Millionen Hektar Winterweizen angebaut
– das ist fast doppelt so viel wie 1950. Weizen steht daher heute oft
auch auf Flächen, die früher Gerste und Roggen vorbehalten waren.
Weitere Einflussfaktoren der Ertragsbegrenzung sind ein geringerer
Dünger- und Pflanzenschutzmitteleinsatz als Folge von niedrigen
Getreideerzeugerpreisen, eine Zunahme der minimalen Bodenbear-
beitung und engere Fruchtfolgen.

Anteil der Pflanzenzüchtung am Ertragsfortschritt
Die Sorte und der Züchtungsfortschritt als wesentliche Einflussfak-
toren auf den Ertrag wurden seit 2009 in einer Studie des IPZ der
Universität Gießen genauer untersucht – siehe auch Interview mit
Dr. Jutta Ahlemeyer auf der folgenden Seite. Im Rahmen ihrer Studie
haben die Wissenschaftler 90 Winterweizen-Sorten in Exakt-Versuchen an fünf Standorten untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass eine durchschnittliche jährliche Ertragssteigerung von 34 Kilogramm pro  Hektar allein auf den Züchtungsfortschritt und die damit verbundene Verbesserung der Sortenleistung zurückzuführen ist.

Z-Saatgut bedeutet Investition in den Züchtungsfortschritt
Die in der landwirtschaftlichen Praxis in den vergangenen Jahr-
zehnten erreichten Ertragssteigerungen lassen sich mit den neuen
Versuchsergebnissen der aktuellen Studie zu gut einem Drittel allein durch die stetige Verbesserung der Sorten erklären. Die Versuche zeigen auch, dass die züchterischen Verbesserungen der Sorten beim Ertrag und bei der Krankheitsresistenz ungebrochen sind. Diesen Züchtungsfortschritt nutzen die Landwirte am schnellsten mit dem Einsatz von Z-Saatgut neuer Sorten. Durch dieses Vorgehen werden zudem weitere Investitionen in erfolgreiche Sorten möglich und somit der Züchtungsfortschritt langfristig gesichert.

Warum setzen Sie Z-Saatgut ein?

"Wie soll ich sonst an neue Sorten kommen? Und umsonst ist Nachbau nebst Reinigen und Beizen ja auch nicht."

- Andreas Schäfer

Fachartikel

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