Die Basis für gute Ergebnisse

Termine

19.06.-21.06.2012 in Bernburg-Strenzfeld

DLG-Feldtage

mehr Informationen

30.08. - 02.09.2012 in Rendsburg

Norla

mehr Informationen

31.08.-04.09.2012 in Karpfham-Rottal

Rottal-Schau

mehr Informationen

01.12.2011

Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland

mehr Informationen

„Die Basis für gute Ergebnisse“

Interview mit Dr. Lissy Kuntze, Gerstenzüchterin bei der Nordsaat Saatzucht GmbH. Artikel vom 20.08.2011

Zur Sicherung stabiler Erträge auch in Zukunft müssen
Züchter schon heute an Sorten arbeiten, die den kom-
menden Anforderungen gewachsen sind. Im Interview
erläutert Dr. Lissy Kuntze, welche Anstrengungen Züch-
ter für die Gerstensorten der Zukunft unternehmen –
und welche Voraussetzung erfolgreiche Züchtungsarbeit
benötigt.

Frau Dr. Kuntze, wie wichtig ist Trockenstresstoleranz bei
Gerste für
die Landwirtschaft?
Mit der prognostizierten Klimaveränderung und der Zunahme der
Wetterextreme gewinnt Trockenstresstoleranz bei Gerste an Bedeu-
tung. Das gilt besonders für Sommergerste auf schwächeren Stand-
orten. Leichtere Böden mit geringerem Wasserhaltevermögen rea-
gieren stärker auf Trockenheit. Allerdings steht das Züchtungsziel
Trockenstresstoleranz nicht allein im Mittelpunkt, sondern ist Teil der
verschiedenen Merkmalskomplexe, die wir bearbeiten.

Die Grafik beschreibt die Fähigkeit von Gerste, den Kornertrag
auch unter Trockenbedingungen aufrecht zu halten. Je näher die
Datenpunkte an der Linie liegen, desto besser halten die getesteten
Pflanzen den Ertrag bei Trockenheit aufrecht. Die blau dargestellten
Proben erreichen im Vergleich zur Kontrollgruppe auch bei Trocken-
heit 100 Prozent Ertrag.

Wie schnell müssen Sie handeln?
Auf Trockenstresstoleranz selektieren wir bereits seit Jahrzehnten,
vor allem auch für ausländische Märkte. Und der Klimawandel
passiert ja zum Glück nicht von heute auf morgen. Wir Züchter
versuchen, die Linien und Sorten kontinuierlich anzupassen und
wenden uns systematisch der Lösung zu, so wie wir immer arbeiten.

Gibt es regionale Unterschiede in Deutschland?
Es gibt jedes Jahr wechselnde regionale Unterschiede ohne klare
Tendenz. Wenn wir trockenstresstolerante Sorten entwickeln, die
in allen Regionen Deutschlands angebaut werden können, entschei-
det der Landwirt über die Bedeutung in seinem Betrieb.

Worin besteht für Sie der Vorteil des Gemeinschaftsprojekts
zur Trockenstresstoleranz
von Gerste?
Die Ziele, die wir uns in dem Projekt gesetzt haben, sind sehr
komplex, umfangreich und erfordern unterschiedliche Kompetenzen.
Nur ein Kooperationsvorhaben zwischen Wissenschaftlern und prak-
tischen Pflanzenzüchtern kann zum Erfolg führen. Wir folgen dem
Motto „Keiner kann alles allein“. Die beteiligten Züchter stellen
Zuchtlinien und Sorten aus den Zuchtprogrammen zur Verfügung.
Außerdem unterstützen wir das Projekt durch Leistungsprüfungen
an verschiedenen Orten über mehrere Jahre.

Welche Erkenntnisse erwarten Sie aus dem Projekt?
Als praktische Züchterin erhoffe ich mir ein zuverlässiges metho-
disches Instrumentarium, mit dem sich eine größere Anzahl von
Zuchtstämmen auf Trockenstress prüfen lässt. Zudem sind wir sehr
gespannt auf mögliche Erkenntnisse zur Rolle der Wurzel und zu
molekularen Aspekten bei Trockenstress.

Wie sehen Sie Ihre Rolle als Züchterin mit Blick auf die
Landwirtschaft?

Die Landwirtschaft muss den wachsenden Ansprüchen der Verbrau-
cher und den Anforderungen einer sich ändernden Umwelt gerecht
werden. Dafür ist die Leistung der Pflanzenzüchtung unverzichtbar,
weil sie neue Sorten entwickelt, die in der Summe der wertbestim-
menden Eigenschaften einen Fortschritt darstellen.

Welche Voraussetzungen benötigen die Züchtungsunter-
nehmen,
um auch in Zukunft erfolgreich arbeiten zu können?
Für die Entwicklung neuer Sorten unternehmen die Pflanzenzüchter
außerordentliche Anstrengungen und setzen dabei viel Geld ein.
Um diese Aufwendungen zu refinanzieren, ist der Schutz des geisti-
gen Eigentums über den Sortenschutz die Grundvoraussetzung. Als
Selbstbefruchterzüchter benötigen wir eine gut funktionierende Nach-
bauregelung, die den Ansprüchen der Züchter und der Landwirte
gerecht wird.

Welche Argumente sprechen für den konsequenten Einsatz
von Z-Saatgut?

Mit dem Kauf und dem Anbau von Z-Saatgut profitiert der Landwirt
unmittelbar vom Züchtungsfortschritt und leistet einen Beitrag zur
Refinanzierung der Züchtung. Außerdem bietet Z-Saatgut bei Eigen-
schaften wie Keimfähigkeit, Besatz und Reinheit die geprüfte Qua-
lität. Das ist die Basis für gute Ergebnisse.

Zur Person: Dr. Lissy Kuntze ist seit 1998
Sommergerstenzüchterin bei der Nordsaat Saatzucht GmbH in
Langenstein. Nach dem Studium der Agrarwissenschaften an der
Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg forschte sie an der
Universität Hohenheim und am Institut für Resistenzgenetik der
damaligen Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflan-
zen in Grünbach

Warum setzen Sie Z-Saatgut ein?

"Ich setze gerne Z Saatgut ein, weil ich so schneller neue Sorten ausprobieren kann und auch mehrere Sorten einfacher vergleichen kann."

- Henning Droste

Fachartikel

„Kompetenter Blick von außen ist unabdingbar“

Interview mit Jörg Hartmann, Geschäftsführer der S.G.L. GmbH zur Auditierung im QSS.

jetzt lesen

Z-Saatgut Newsletter

jetzt kostenlos anfordern