Deutsches Sorten- und Saatgut-System ein Erfolgsgarant
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Deutsches Sorten- und Saatgut-System ein Erfolgsgarant
Zusammenarbeit von Wirtschaft und Staat hat Zukunft.
Artikel vom 10.01.2011
Das Saatgut- und Sorten-System in Deutschland trägt
entscheidend dazu bei, den Züchtungsfortschritt und
damit die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft zu
sichern. Für die Herausforderungen der Zukunft wird
das erfolgreiche System – auch mit Blick auf eine EU-
Harmonisierung – optimiert.
Seit über 100 Jahren sind Getreidezüchtung, Sortenprüfung und
Sortenberatung sowie Saatgutproduktion und Saatgutkontrolle in
Deutschland sehr erfolgreich. „Das System, in dem die private
Saatgutwirtschaft und staatliche Stellen zusammenarbeiten, hat
sich als Erfolgsgarant erwiesen“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Friedt,
Universität Gießen. „Für die Landwirtschaft und die Gesellschaft
insgesamt steigen dadurch Wertschöpfung und Wettbewerbsfähig-
keit.“
Züchtungsfortschritt kommt in der Praxis an
Um diesen Erfolg nachhaltig zu sichern, hat der Gesetzgeber das
Sortenschutzgesetz und das Saatgutverkehrsgesetz stetig weiter
entwickelt. Leitgedanken bei diesem Prozess sind der Schutz des
geistigen Eigentums, beispielsweise durch Sortenschutz und Nach-
bauregelung, und der Verbraucherschutz. „Bei allen wichtigen Kultur-
arten haben die Pflanzenzüchter in Deutschland beachtliche Züch-
tungsfortschritte sowohl bei Ertrag als auch bei Qualitäten und bei
Krankheitsresistenzen erarbeitet“, sagt Dr. Reinhard Müller, Leiter
der Abteilung Getreide beim Bundesverband Deutscher Pflanzen-
züchter. „Diese Fortschritte der Sortenleistungen werden jährlich in
fachgerechten Exakt-Versuchen geprüft und durch Beratung der
Praxis vermittelt.“

Wirtschaft und Staat kontrollieren
Bei der Saatgutproduktion und -vermarktung trägt die Saatgutwirt-
schaft die Verantwortung für Qualität, Versorgung, Service und
Sicherheit. Unterstützt wird dieses System – im Sinne des Ver-
braucherschutzes – durch die öffentliche Saatgutanerkennung
und Saatgutverkehrskontrolle. Beim Anerkennungssystem über-
legen Staat und Wirtschaft derzeit eine Optimierung in fachlicher
und wirtschaftlicher Hinsicht zum Vorteil aller Beteiligten.
Um 32 Millionen Euro verbesserte Erlöse der Landwirte
Das föderale deutsche System der Sorten- und Saatgutprüfung
liefert der deutschen Landwirtschaft jährlich hohen Nutzen. Das
ganze System hat zu hoher Ertragssteigerung, hoher Flächen-
produktivität und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
des Getreideanbaues beigetragen. Dabei erhöht allein die Ertrags-
steigerung durch Sortenverbesserung von 34 Kilogramm pro Hek-
tar und Jahr die Erlöse der Landwirte um 32 Millionen Euro (bei
6,2 Millionen Hektar Anbaufläche und Erzeugerpreisen von durch-
schnittlich 15 Euro pro Dezitonne).
Gute Leistungen erhalten
Derzeit werden die gesetzlichen Grundlagen dieses Systems
auf EU-Ebene überprüft. Damit wird eine EU-Harmonisierung und
eine Optimierung des Systems verfolgt. Auf Basis der neuen EU-
Regelungen wird auch in Deutschland zu entscheiden sein, welche
Aufgaben und Leistungen der Staat künftig leisten will oder kann
und welche Gebiete die Wirtschaft selbst bearbeitet. Sowohl bei
der Sortenprüfung als auch bei der Saatgutanerkennung prüfen
die Fachleute, ob die bestehenden Systeme kostengünstiger zu
organisieren sind, ohne dabei auf gute, bewährte Leistungen zu
verzichten.
Warum setzen Sie Z-Saatgut ein?
"Ertragsstabiles Saatgut ist für mich der Schlüssel für eine erfolgreiche Ernte."
- Hannes Nitsche
Fachartikel
„Anspruchsvolle Züchtungsaufgabe“
Interview mit Peter Greif, Zuchtleiter, Saatzucht Streng-Engelen GmbH & Co. KG

