Arbeit an weiterem Ertragsfortschritt

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Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland

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Züchter und Wissenschaftler arbeiten an weiterem Ertragsfortschritt

Intensive Diskussion beim Weizen-Symposium in Bonn. Artikel vom 19.03.2010

Bei Weizen sind Qualität und Resistenzen auf hervorra-
gendem Niveau, jedoch stagnieren die Ertragszuwächse. Wissenschaftler und Züchter kennen Lösungsansätze zur langfristigen Verbesserung der Erträge. Für deren Umsetzung ist die Refinanzierung der Züchtungsan-
strengungen unabdingbar.

Auf dem Symposium „Ertragsbildung bei Weizen“ haben 120 Experten aus Pflanzenzüchtung und Wissenschaft den Stand der Forschung diskutiert. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ), der Deutschen Landwirt-
schafts-Gesellschaft (DLG) und der Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung (GFP) Anfang März in Bonn organisiert.

Alarmsignal: Nur geringer Ertragsanstieg bei Weizen
In der Weizenzüchtung wurden gemäß der Marktanforderungen im vergangenen Jahrzehnt die Zuchtziele Qualität und Krankheitsre-
sistenz mit großem züchterischen Engagement bearbeitet: Moderne Winterweizensorten zeichnen sich durch hohe Backqualität und Resistenz gegen Krankheitserreger aus. Dagegen waren die Ertrags-
zuwächse bei Weizen zuletzt in Deutschland weniger stark ausge-
prägt, verglichen beispielsweise mit Hybridroggen oder Mais (siehe Grafik). Den Grund sehen Experten in der unzureichenden Refinan-
zierung der Züchtungsaufwendungen. „Weil acker- und pflanzenbau-
liche Faktoren in Deutschland weitgehend ausgeschöpft sind, müssen Innovationen aus Züchtung jährlich eine Steigerung des Ertragspotenzials von 1,5 Prozent bringen“, erläutert Thomas Blumtritt, KWS Lochow GmbH.

High-Tech für den Weizen der Zukunft
Beim Weizen-Symposium erläuterten Züchter und Wissenschaftler Ansätze zur Ertragssteigerung bei Weizen – dies sind vor allem molekulargenetische Methoden, die es dem Züchter ermöglichen, eine gezielte Auswahl der besten Kreuzungseltern zu treffen. Moleku-
lare Marker spielen dabei eine wichtige Rolle, um die gewünschten Eigenschaften gezielt in einer neuen Sorte zusammenzuführen. Auch ein besseres Verständnis der Funktion von Phytohormonen und deren Wirkung auf Prozesse in der Weizenpflanze kann der Erhöhung des Ertragspotenzials dienen. Versuche haben bewiesen, dass sich über eine optimierte Photosyntheseleistung das gene-
tische Ertragspotenzial besser erschließen lässt. Über die Charak-
terisierung der Blühgene erforschen Wissenschaftler zudem die Regulation des Blühzeitpunktes und damit die Widerstandsfähigkeit gegen abiotische Stressfaktoren wie Frühsommertrockenheit.

Forschungsförderung und günstige Rahmenbedingungen sichern Zukunft
In der Abschlussdiskussion des Weizen-Symposiums war eine Schlussfolgerung unstrittig: Der notwendige Ertragsfortschritt bei Weizen kann nur über die Vernetzung der viel versprechenden Lösungsansätze gelingen. Hierzu benötigt die Pflanzenzüchtung geeignete Rahmenbedingungen, zum Beispiel einen wirksamen Sortenschutz, damit Investitionen in Züchtungsfortschritt gesichert sind. In diesem Sinn ist der Einsatz von Z-Saatgut die beste Investition in die Zukunft.

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- Wilko Meyer

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